Vorhersagen
Deutscher Wetterdienst
Regionenwetter-aktuell
ausgegeben von der Regional- und Seewetterzentrale in Hamburg
am Montag, 06.02.2012, 11:30 Uhr
Stellenweise Glätte, mäßiger, nachts strenger Dauerfrost,
auffrischender Wind.
Vorhersage für Schleswig-Holstein und Hamburg:
Heute Mittag und tagsüber ist es meist sonnig und bei
Tageshöchstwerten um -7, örtlich auch -10 Grad, herrscht mäßiger,
vereinzelt auch strenger Dauerfrost. Der Wind weht schwach bis mäßig,
auf den Inseln vorübergehend auch frisch aus Südost bis Ost.
In der Nacht zum Dienstag ist wolkig, teils auch klar. Die
Tiefstwerte liegen zwischen -7 und -12 Grad. Der Wind weht schwach
bis mäßig und dreht auf Nordost. An der Ostsee frischt er zum Morgen
etwas auf. So sinken die Temperaturen hier nicht ganz so weit ab.
Am Dienstag ist es zunächst sonnig, später ziehen von Osten Wolken
auf. Schnee fällt aber kaum. Die Temperaturen verharren auch am Tage
mit Werten zwischen -6 und -2 Grad verbreitet im mäßigen Dauerfrost.
Der Wind weht mäßig, an der Ostsee auch frisch aus Nordost.
In der Nacht zum Mittwoch fällt bei starker Bewölkung örtlich etwas
Schnee. Im Nordwesten bleibt es meist niederschlagsfrei. Unter den
Wolken wird es nicht mehr ganz so kalt. Am Morgen liegen die
Temperaturen zwischen -8 und -4 Grad. Es weht ein mäßiger, teils auch
frischer Nordostwind.
Am Mittwoch bleibt es stark bewölkt bis bedeckt und stellenweise
schneit es geringfügig. Sonst kann es die Bewölkung zeitweise
auflockern. Mit Werten zwischen -4 und -1 Grad wird es nicht mehr so
frostig wie die Tage zuvor. Der Wind weht schwach bis mäßig aus
Nordost.
In der Nacht zum Donnerstag ist es wechselnd bewölkt. Örtlich fällt
etwas Schnee. Bei einem schwachem bis mäßigem Nordostwind liegen die
Tiefstwerte der Nacht bei -7 Grad. An der See frischt der Wind auf.
Am Donnerstag ist es wolkig, zeitweise auch bedeckt und gebietsweise
kommt zumeist leichter Schneefall auf. Bei Tageshöchstwerten um -2
Grad weht ein mäßiger, teils frischer Nordost bis Ostwind.
In der Nacht zum Freitag ist es wolkig bis stark bewölkt mit etwas
Schneefall. Bei etwas abnehmendem Ostwind liegen die Frühwerte bei
etwa -8 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 06.02.2012, 11:30 Uhr -
Die vergangene Nacht war noch mal etwas kälter, besonders in ihrer
Großflächigkeit. So gab es im Osten und Süden vielerorts sehr
strengen Frost unter -20 Grad. Dabei verteilen sich die negativen
Spitzenreiter auch sehr schön von Nordost nach Süd. Ueckermünde in
Vorpommern hatte -28.7 Grad. Dahinter folgen Deutschneudorf im
Erzgebirge mit -28.2 Grad und Oberstdorf im Allgäu mit -28.1 Grad.
Es gibt zwei Gründe, dass der tiefste Wert gerade im Nordosten
gemessen wurde. Erstens war es dort im Vergleich zu den vergangenen
Tagen wolkenfrei. Zum anderen hat es dort am Wochenende ein wenig
Schnee gegeben, der sein übriges getan hat. Hoch DIETER hat weiterhin
die Segel in der Hand. Es liegt mit seinem Schwerpunkt über Russland.
Seine Ausläufer reichen aber bis nach Deutschland. Damit hält die
Zufuhr kalter Luftmassen aus Osten auch weiterhin an.
In der Nacht zum Dienstag und am Dienstag selbst macht sich dann
JULIA bemerkbar. Julia ist ein Tief im westlichen Mittelmeerraum.
Seine Ausläufer bringen dichte Wolken die sich allmählich westwärts
ausbreiten. Diese bringen auch zeitweise geringfügige Schneefälle.
Größere Mengen kommen aber vorrausichtlich nicht zu Stande. Durch die
Wolken wird es im Osten nicht mehr ganz so kalt. Trotzdem muss wieder
verbreitet mit strengem Frost gerechnet werden. Von der Mitte bis in
den Süden, sowie in einigen Mittelgebirgstälern ist auch wieder sehr
strenger Frost unter -20 Grad möglich.
Am Mittwoch und Donnerstag entspannt sich die Frostsituation in
Deutschland vorübergehend etwas. Tagsüber sind dann im Norden und
Westen Höchstwerte zwischen -6 und -1 Grad zu erwarten, von der Mitte
bis in den Süden gibt es -9 bis -6 Grad. Strengen Dauerfrost gibt es
nur noch in höheren Mittelgebirgslagen. Nachts muss von der Mitte bis
in den Süden weiter mit strengem Frost gerechnet werden. Etwas milder
bleibt es im Norden mit Tiefstwerten zwischen -10 und -5 Grad.
Dazu gibt es am Donnerstag von Nordosten her erneut etwas Schneefall
der sich auf große Teile des Landes ausbreitet.
Zum Freitag hin verschärft die Frostsituation dann erneut. Die
Tiefstwerte sinken dann wieder verbreitet in den strengen
Frostbereich. Und so geht es auch am Wochenende weiter.
Zur neuen Woche deuten die Modelle zunehmend auf eine Milderung hin.
Aufgrund der Erfahrung ist dies aber mit Vorsicht zu genießen, da die
Modelle häufig die Mächtigkeit der Kaltluft unterschätzen. So bleibt
allen, die die Kälte satt haben, nur eins: Durchhalten, denn
irgendwann muss es wärmer werden.
Übrigens: Im heutigen Thema des Tages erfahren Sie mehr über das
Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage.
Das erklärt Dipl.-Met. Marcus Beyer von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de
Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de
Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333
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