
Die Wetterstation Groß Sarau kann aufgrund seiner sehr ländlichen Lage, es ist hier fast unbebaut, im Ortsteil Gut Tüschenbek beinahe Profi-Messbedingungen leisten, im Bereich Temperaturmessung, Luftfeuchtemessung,
Niederschlagsmessung..nur im Bereich Windmessung müssen derzeit Einschränkungen hingenommen werden, da sich in westlicher bis südlicher Richtung Bäume in etwa 50m Entfernung von ca.25m Höhe befinden, sodaß die Windstärkemessung, hier in 10m Höhe bei Windrichtungen aus Süd bis West abgeschwächt werden...
Desweiteren ist trotz des tollen Meßumfeldes die TFA Nexus keine Profistation. Aber die Meßbedingungen sind außerordentlich gut, da im Umkreis von ca. 2km beinahe keine Zivilisationeinflüsse bestehen. In etwa knapp 5km Entfernung (Luftlinie) befindet sich der Flugplatz Lübeck-Blankensee. Dort befindet sich eine automatische Station des DWD..mit der Sie meine Meßwerte vergleichen können. Auf meiner HP habe ich unter Wetterlinks diese Daten des DWD zum Vergleich verlinkt. In Groß Sarau gibt es im Vergleich zu umliegenden nahen Stationen Kleinklimaeinflüsse durch die Nähe des Ratzeburger See's und bei NO oder ONO-Windverhältnissen auch den Einfluß der etwa 25km entfernten Ostsee..das für mich bisher beeindruckendste Wettererlebnis rührt aus einer Zeit, wo ich noch jugendlich war..es war die sogenannte "Schneekatastrophe", die vom 29.12.1978 bis zum 31.12.1978 dauerte und es unentweg schneite in Schleswig-Holstein. Aus meinen damalig schon handgefertigten Aufzeichnungen und heute noch bildhaften Erinnerungen lag in etwa eine Schneedecke von 50cm im Schnitt mit Schneeverwehungen von bis zu über 4m. Wir mußten damals aus dem Fenster steigen, um die über 2,50m hohe Verwehung vor unserer Haustür freizuschaufeln, um wieder aus dem Haus treten zu können. Ich maß damals folgende Höchsttemperaturen! am 28.12. +1,8°C, am 29.12. -5,5°C, am 30.12. -11,1°C am 31.12. -14,8°C !das ganze ging einher mit Windstärken zwischen 8 - 10 Bft. aus vorwiegend Nordost.. Im gleichen Winter folgte nach meinen Aufzeichnungen am 14.02.1979 noch eine zweite "Schneekatastrophe" dieser Art....allesmitausgelöst durch ein sogenanntes Vb-Tief, welches mit seiner warmen Luft aus dem Mittelmeerraum ( Genua-Tief ) zu einer scharfen Luftmassengrenze über Schleswig-Holstein führte, da im Nordosten extrem kalte Luft lag..das war schon ein meteorologisches Highligt damals...für viele Menschen und Tiere war es allerdings damals wirklich eine Katastrophe, da durch Stromausfall und Abgeschnittenheit zur Außenwelt, die medizinische Versorgung nicht mehr gewährleistet war und auch insbesondere für viele Landwirte, die dadurch bedingt ihre Tiere nicht mehr melken konnten..der vorrangegangene Eisregen vor dem Temperatursturz, war dagegen lächerlich..LG Firni *






